Mittwoch, 9. Mai 2018

Eure 2-Beiner-Ideologien sind uns Hunden völlig egal - also projiziert sie nicht auf uns!

🐶 Man trifft sie überall, kann ihnen kaum noch entgehen: den Ideologie-Fanatikern in der Hundeszene. Völlig egal ob nun Klicker-Kreuzritter, Degility-Dschihadisten, Agility-Attentäter, Ernährungs-Extremisten, Futter-Fanatiker und was es sonst noch an möglichen und unmöglichen Ideologien gibt. Das ist echt schon nervig...*seufz* Schon weil es mein menschliches-Cerebral-Interface nervt (das berichtete er euch ja in unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF) und das durch die Stimmungsübertragung auf mich rüberschwappt. *brummm* Aber noch viel schlimmer finde ich, weil ihr da unsere "Unmündigkeit" schamlos ausnutzt, wenn ihr uns Hunden eure Ideologie auch noch überstülpen wollt. *grrrrr*

🐶 Alles klar, die Luft ist rein: kein Ideologie-Extremist zu sehen und zu schnüffeln... 😃
Foto: Lutz Borger

Nehmen wir beispielsweise die an Laissez-fair-Erziehung erinnernde Fraktion der Positiv-Verstärkend-Extremisten. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Positive Verstärkung ist toll! *wedelfreu* Zeigt es uns doch nicht nur, was richtig ist, durch die Freude steigert es auch unsere Motivation - vorausgesetzt sie wird sinnvoll (!!!) eingesetzt. ABER: Dann wissen wir Hunde immer noch nicht, was falsch ist. Dafür brauchen wir Grenzen, die müsst ihr uns zeigen (natürlich nicht mit Gewalt! Aber ich kann die Hochsensiblen unter euch beruhigen - ein "Nein!" gilt auch in der allgemeinen Weltsicht von euch 2-Beinern nicht als "Gewalt" und tut uns Hunden auch nicht wirklich weh). Denn ohne Grenzen benehmen wir uns halt ähnlich wie ungezogene Kinder. Das ist die logische Konsequenz - insofern sogar voraussehbar. Da dürft ihr felllosen Primaten euch also auch gar nicht wundern, das habt ihr euch zum Großteil dann oft selber eingebrockt. 

Oder die Kampfemanzen-Kreuzritter...die offenbar den ganzen Tag damit beschäftigt sind, ihre Ideologie zu verbreiten und dafür ist ihnen kaum ein Hundethema als Vehikel zu schade. In extremen Fällen wollen sie auch einen davon überzeugen, dass Frauen die "besseren Hundehalter" sind *gäääähn* und überhaupt die "besseren Menschen". *gäääähnschüttel* Ich frag mich immer, warum die ihren Kunden eigentlich nicht ein Abo der Zeitschrift Emma schenken. *frechwedel* Aber offenbar darf das Überzeugen der Anderen von der eigenen Ideologie nichts kosten... *doppelfrechwedel* Also ich kann ja nicht für alle meiner Fellkollegen sprechen, aber mir ist das Geschlecht megaaaa-völlig egal! *jawohlwoaff* Vielmehr interessiert mich eure Stimmung und was für'n "Typ Mensch" ihr seid, was mir zum Großteil auch euer Geruch (der von vielen Faktoren, unter anderem auch Hormone, aber auch eure Nahrung beeinflusst wird) verrät. 

Aber auch im Grunde gut gemeinte Ideologien sind darunter. Nehmen wir beispielsweise die seit einiger Zeit kursierende Mode, Hunde vegetarisch (oder gar vegan) zu ernähren. Klar, ich kann den Gedanken dahinter verstehen und mein Oller steht ja in weiten Teilen auch dazu, denn schließlich ist diese ganze Massentierhaltung und sonstige Ausbeutung unseres Planeten absoluter Mist (jawohl: UNSERES Planeten, denn der gehört nicht nur euch 2-Beinern, sondern auch uns Hunden...und allen anderen Lebewesen darauf). *jawohlwoaff* ABER: Wir Hunde sind nun mal Carnivoren - genauer gesagt: fakultative Carnivoren. Klar, können wir auch andere Sachen als Fleisch essen und verdauen - das brachte die Evolution an eurer Seite so mit sich. Doch wenn ihr uns vegetarisch ernährt, seid ihr ehrlich gesagt nicht anders als diejenigen, die auch die Natur nach ihrem Willen formen wollen - nur halt mit einem anderen ideologischen Hintergrund. UND: Habt ihr euch eigentlich nie darüber gewundert, dass justamente mit dem Aufkommen der Mode auch die passenden Futterangebote auf den Markt kamen? Schon seltsam, wenn man bedenkt, wie lange doch so ein Zulassungsprozess dauert. Außerdem hab ich in den Gehirnwindungen meines Ollen den Begriff Preiselastizität gefunden... Hat jemand schon mal nachgerechnet, was so das Pfund Möhren oder Kartoffeln in diesem "Spezial-Futter" kosten? Würde mich nicht wundern, wenn dort das Pfund mehr kostet, als die Möhren und Kartoffeln in anderem Futter mit Fleisch. Dann wäre das so ein ähnliches Phänomen wie mit dem Kaffee in den Kapseln und Pads... *amohrkratz*


🐶 Da liegt Essen (!), was interessiert mich da deine Ideologie..

Die Beispiele ließen sich noch weiterführen. Kaum ein Thema ist offenbar vor den Ideologen sicher: Halsband vs. Geschirr, BARF vs. Fertigfutter, Bersteinketten vs. Spot-Ons etc. In dem Wort Ideologie steckt ja auch das Wort Idee. Mal ehrlich ihr lieben 2-Beiner, lohnt es sich echt, wegen einer Idee die Köppe einzuschlagen? Also nach meiner Hundesicht, wenn ich da den Kosten-Nutzen-Effekt betrachte, ist das schon seeeeehr dämlich...oder wie ihr sagt: menschlich. *frechwedel* Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass irgend einer meiner Hundekollegen sich wegen irgendeiner Ideologie so an die Gurgel geht, wie ihr felllosen Primaten es zum Teil tut. *treuschau* 🐾


PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (06/2018) "Hunde sind so wunderbar unideologisch"



Freitag, 6. April 2018

Wir Tiere haben ein Recht auf Hilfe!

🐶 Ein Recht auf Hilfe - das haben wir Tiere hier in Deutschland. In unserer aktuellen Kolumne im Hundemagazin WUFF beschreibt mein menschliches Cerebral-Interface die rechtliche Sicht, indem er die auf Tierrecht spezialisierten Anwälte Susan Beaucamp, Andreas Ackenheil befragt hat. Wir hatten ja mal einen solchen radikalen Tierschützer getroffen, der Tiere aus teilweise grausamen Lebensumständen befreit. Dafür brechen sie andere menschliche Gesetze und sind demnach Verbrecher, aber sie befolgen dafür andere Gesetze und sind deswegen auch für viele Helden.

🐶 Ich hab mal recherchiert...nunja, in den Unterlagen meines Ollen geschnuppert... *frechwedel*Foto: Lutz Borger

Andreas Ackenheil
Denn wusstet ihr, dass man aus euren Gesetzen quasi auch eine "Unterlassene Hilfeleistung bei Tieren" ableiten könnte? Ich hab mal in die Interview-Unterlagen meines Ollen geschnuppert und bin dabei auf interessante Passagen gestoßen. Auf die Frage: § 323 c Absatz 1 StGB behandelt den Tatbestand der unterlassenen Hilfeleistung. Gilt das auch für Hunde, sofern eine Gefahr für sie besteht?, antwortete Ackenheil: "Dies ist eindeutig im Gesetz nicht geregelt, kann sich jedoch aus der Auslegung der entscheidenden Paragraphen ergeben. Danach liegt eine unterlassene Hilfeleistung vor, wenn jemand vorsätzlich bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist (§ 323c StGB).

Als Unglücksfall muss ein plötzliches Ereignis auch dann verstanden werden, wenn es eine erhebliche Gefahr für ein Tier hervorruft oder hervorzurufen droht. Unglücksfälle nur auf menschliche Individualrechtsgüter zu beschränken, ist vom Gesetzeswortlaut nicht geboten und jedenfalls seit der Änderung des § 90a BGB nicht mehr korrekt. Ein plötzliches Ereignis kann eine rohe Mißhandlung sein.

Andreas Ackenheil mit Maggie und Bubbles

Hilfeleistungspflicht besteht jedenfalls gegenüber einem angefahrenen Hund bzw. einer unmittelbar bevorstehenden oder gerade stattfindenden Tierquälerei. Unterlassene Hilfeleistung gegenüber einem Tier kann gem. § 323 c StGB auch begehen, wer nicht hilft, obwohl ein Tier in Lebensgefahr schwebt bzw. ihm der Eintritt oder die Fortdauer vermeidbarer Schmerzen oder Leiden droht.

Andreas Ackenheil mit Maggie und Emma

Auch unmittelbar drohende Gewalttaten wie Tierquälerei durch Dritte können genügen. Erforderlich ist eine Hilfeleistung immer dann, wenn nach dem ex –ante-Urteil eines verständigen Beobachters der Täter zur Zeit seines möglichen Handelns eine Chance hatte, den drohenden Schaden abzuwenden und sei es auch nur dadurch, dass er die Polizei, einen Tierarzt oder die zuständige Verwaltungsbehörde verständigt."

Susan Beaucamp mit ihren Vizslas
Zur gleichen Frage sagt Beaucamp: "§ 323 c StGB begründet eine allgemeine Hilfeleistungspflicht in akuten Notlagen. Es muss ein Unglücksfall, eine gemeine Gefahr oder eine Not bestehen. Dem Hilfeleistenden muss es dabei aber auch möglich sein zu helfen und es muss ihm zumutbar sein.

Grundsätzlich beschränkt sich die Vorschrift nicht nur auf Menschen. Im Tierschutzkommentar von Lorz/Metzger, ist beschrieben, dass als Unglücksfall auch ein plötzliches Ereignis verstanden werden muss, wenn es eine erhebliche Gefahr für ein Tier hervorruft oder es hervorzurufen droht. Eine ledigliche Anwendung auf menschliche Individualrechtsgüter sei vom gesetzlichen Wortlaut nicht geboten und vor allem seit der Änderung des § 90 a BGB nicht mehr korrekt.

Susan Beaucamp

Da Tiere Verfassungsstatus besitzen und mithin durch den Staat geschützt werden, ist von einer Beschränkung des § 323 c nur auf Menschen abzusehen. Somit kann in einer Gefahrensituation für einen Hund auch eine Handlungspflicht bestehen, sofern sie für den Beobachter zumutbar, also auch ungefährlich und möglich ist.

Wenn ein Hund auf der Autobahn angefahren wurde und auf der mittleren Leitplanke liegt, wäre es für Autofahrer beispielsweise nicht zumutbar auszusteigen und über die Autobahn zu laufen. Ein Anruf bei der Polizei jedoch schon.

Susan Beaucamp

Jene unterlassene Hilfeleistung aber auch anzuzeigen, ist nur mit Beweisen dahingehend sinnvoll, dass derjenige wirklich absichtlich die Gefahr übersehen und übergangen hat, obwohl es ihm möglich gewesen wäre zu helfen. Solche Beweise zu bekommen, gestaltet sich jedoch in der Praxis meist schwierig."

🐶 Okay, zugegeben: als Hund versteh ich nicht alles davon... *ohrennachvorn* Es ist in eurem Rudel namens Gesellschaft auf jeden Fall kein Freifahrtschein für Selbstjustiz! Aber offenbar haben wir zumindest theoretisch ein Recht darauf, dass ihr uns in der akuten Not helft. Immerhin habe ich auch gelernt, dass wir Tiere keine Sachen sind für das Gesetz - so wie viele ja immer behaupten. Denn im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB §90a) steht das ausdrücklich (nur eben müssen in vielen Fällen Gesetze für Sachen angewendet werden, wobei mittlerweile die emotionale Bedeutung des Haustieres wohl vielfach berücksichtigt wird). Auch das der Tierschutz seit einiger Zeit Staatsziel ist in vielen Ländern, finde ich wuffig. *wedelfreu* Ist immerhin auch schon mal ein Fortschritt - wenn auch nur ein theoretischer... Aber wie sagte mal ein schlauer 2-Beiner, Mahatma Gandhi: "Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln."


Interessante Literatur zu dem Thema: Einen juristischen Querbeet-Überblick bieten das Werk "Ihr Recht rund ums Haustier" von Andreas Ackenheil. Es ersetzt zwar nicht den Gang zum Anwalt, aber es hilft sich vorab zu informieren und so auch teils weit verbreiteten Irrtümern vorzubeugen.






PS: Dies ist der ergänzende Blogbeitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (05/2018) "Tiere haben ein Recht auf Hilfe!"



Donnerstag, 29. März 2018

Leser fragen Experten (Teil 3)

Anfang des vergangenen Jahres starteten wir ja auf unserer Facebook-Seite mit unserem Projekt "Leser fragen Experten". Darin können die Leser unseres Blogs und Social-Media-Kanäle ausgesuchte Experten der verschiedenen Fachgebiete aus der Hundeszene löchern und erfahren, was sie schon immer mal von ihnen wissen wollten. Doch nicht nur Fragen können die Leser stellen. Nein, ihr entscheidet sogar quasi mit! Die 5 Fragen mit den meisten Likes werden beantwortet! Alle paar Monate werden wir dann hier im Blog die Posts zusammenfassen.

Wer nicht fragt, bleibt dumm... ;-)

Im September beantwortete der Tierarzt Sebastian Jonigkeit-Goßmann von der Tierarztpraxis Dr. Elke Jonigkeit unseren Lesern die Fragen zur "Tiermedizin".


Anfang Oktober folgte dann die Ernährungsberaterin Anke Jobi von Clean Feeding zum Thema "Hundeernährung".


Ende Oktober stellte sich dann Martina Züngel-Hein von HundeReisenMehr sich den Fragen der Leser zum Thema "Hundeurlaub".


Wir danken allen Teilnehmern für ihre Antworten und vor allem den Lesern für ihre interessanten Fragen!

🐶 Yo, das war mal wieder hundsmäßig interessant! *ohrennachvorn* Und ich freu mich jedesmal pansig die 3 zu treffen und ganz nach Hundeart analog zu beschnüffeln. *freuwedel* Hier geht es übrigens zu Teil 1 und Teil 2!


Mittwoch, 7. März 2018

Zusammenführung eines Hunderudels

🐶 So ein eigenes Rudel ist schon toll! *jawohlwoaffwedelfreu* Vor allem wenn es sich um so hübsche Charakterdamen handelt wie bei meinen Mädels. *stolzwedel* Aber wenn die Hunde nicht von Anfang an zusammen aufwachsen, sie erst später zusammenkommen (so wie bei uns), dann ist so eine Rudelbildung nicht ohne... Worauf mein menschliches Cerebral-Interface so dabei achtet, hat er euch ja in unserer Kolumne im Hundemagazin WUFF beschrieben. Aber wie das bei uns so ablief, wie wir aufeinandertrafen, das will ich euch berichten.

Tessie, Rico, Djury und Smilla (v.l.n.r.)

Das 1. Mal traf ich auf die Mädels von Kerstin Hennings, der Chefin vom SHZ Suchhundezentrum, auf "neutralem Gebiet". Das war auf ihrer Durchreise zu ihrem Urlaub, da kam sie an Düsseldorf vorbei und wir trafen uns auf den Rheinwiesen in Oberkassel. Die Jüngste, Smilla, war sogleich Feuer und Flamme. *freuwedelhüpf* Kurzes Beschnuppern und schon tobten wir über die Wiesen. Kerstin war sehr erstaunt, wie vorsichtig und zärtlich ich mit ihr umging - immerhin wiege ich gut doppelt so viel wie sie. Ganz anders war da Djury, die Skeptikerin, die eher beobachtete. Damals lebte auch noch Tessie, die Älteste, die sich ganz damenhaft zurückhielt, denn in ihrem Alter war wildes Toben nicht so ihr Ding.



Aber dann: Irgendwann kamen wir dann zu Besuch. Schon als wir die Wohnung betraten, war das Gebell groß - schließlich war es das ureigenste Revier der 3 Hundedamen. Alle 3 stürmten also wie Furien mit Fell bellend auf uns los. Jetzt gibt es ja immer 2 mögliche Reaktionen: Angriff oder Flucht. Ich will es nicht so spannend machen, ich wählte keine von beiden. Denn ich blieb einfach stehen.

Das schien die Weibchen ein wenig zu irritieren, jedenfalls kläfften sie jetzt noch hysterischer - Mädchen halt. *frechwedel* Und als ich dann einmal kurz nur zurückwuffte (es war für meine Verhältnisse nicht einmal laut), sprangen sie zurück, suchten Schutz bei Kerstin - und waren still.

Schließlich bin ich ja durch die vielen unterschiedlichsten Erlebnisse sehr selbstsicher geworden. Viel Erfahrung ist eben gut für die Selbstsicherheit und den Charakter. Außerdem stand ja mein 2-Beiner beim Zusammentreffen die ganze Zeit neben mir. Das gab mir zusätzliche Sicherheit. Durch die vielen gemeinsamen Erlebnisse wusste ich ja, solange der Olle bei mir ist, kann mir nichts passieren - denn der passt auf mich auf (so wie ich ja auch auf ihn).

Die Erste bei der das Eis brach, war natürlich Smilla. Aber auch Tessie freundete sich schnell mit uns an, wenngleich wegen ihres Alters weniger stürmisch. Bei der skeptischen Djury brauchte es dagegen etwas länger - zumindest mir gegenüber. Zu meinem 2-Beiner fand sie aber recht schnell einen guten Draht und schon kurze Zeit später hatte sie einen richtigen Narren an ihn gefressen.


🐶 Der Olle auf der Couch und als unsere "Hundekissen" 😄

Nach den ersten gemeinsamen Gassigängen dann gehörte ich quasi schon zum Rudel. Mit jedem gemeinsamen Erlebnis wuchsen wir mehr zusammen. Und wenn wir - also mein 2-Beiner und ich - dann mal nicht da waren (weil wir andere Termine wahrnehmen mussten), fehlten wir den Mädels sofort. Vor allem Djury suchte immer wieder die Wohnung ab. Und sie und Smilla stritten sich regelmäßig um gewisse "Hinterlassenschaften" wie beispielsweise eine meiner Decken oder Unterhosen und Socken von meinem Ollen...













PS: Dies ist der ergänzende Beitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (04/2018) "Mehr Hunde, mehr Arbeit...aber auch mehr Spaß"
  


Mittwoch, 7. Februar 2018

Hundefitness - Das Leben ist Bewegung

🐶 Also mein menschliches Cerebral-Interface ist schon irgendwie niedlich. *frechwedel* Glaubt der Olle doch tatsächlich, dass er MICH mit den Übungen fit hält. Davon berichtet er ja in unserer aktuellen Kolumne im Hundemagazin WUFF. Er hat sich da ja auch Mühe gegeben und erkundigt; bei Martina Flocken von Doggy Fitness, deren Online-Kurs er sich angeschaut hat oder auch Autorin Carmen Heritier (Gymnastricks) und Tierphysiotherapeutin Sandra Rutz (Hundephysio Kressbronn), deren Buch im April im Kynos-Verlag erscheint und die ihm vorab Einblicke darin gewährten. Außerdem hat er ja alle 3 Damen mit seinen Fragen gelöchert (das nennt er "interviewen"). Sicher, solche Sportübungen tun mir auch gut. ABER: Er braucht sie viel mehr als ich. Ihr müsstet mal sehen, wie er über einen Baumstumpf balanciert. Während ich locker darüber schreite, sieht es bei ihm ein wenig aus, als ob ein zu langbeiniger und betrunkener Vogel versucht abzuheben. So sehr wedelt er mit den Armen herum – so aus Hundesicht zumindest (wir reagieren ja auf Bewegungen wesentlich „sensibler“ als ihr 2-Beiner).

🐶 Seht ihr? Der Olle freut sich doch so, dann mach ich mal mit. 😉
Foto: Lutz Borger

So macht Fitness Freude: Gleichzeitig was für die untere Rückenmuskulatur tun und die Aussicht genießen. 😄

Leider kann ich euch kein Foto davon präsentieren. *schüttel* Dummerweise sind Kameras leider nicht auf das Bedienen durch Hundepfoten ausgelegt. *brummm* Aber wer weiß, ich arbeite da gerade an einer Lösung. *frechwedelfreu*

Auf so einem Brunnenrand lässt sich wuffastisch Balancieren.

Umgefallene Bäume sind auch ein tolles Trainingsgerät.

Warum ich dann dennoch mit ihm die Fitnessübungen mache? Na, das ist doch klar! Der Olle freut sich doch so sehr. Das gönne ich ihm gern. Außerdem habe ich ja auch etwas davon – und zwar in doppelter Hinsicht. 1) Durch die Stimmungsübertragung springt seine Freude auch auf mich über – und das freut ihn wiederum wieder. Das schaukelt sich fast wie in einer Feedback-Schleife hoch. Und so kann schon das einfache Balancieren über einen gefällten Baum, den Rand eines Brunnens oder Ähnlichem zu wahren Lachattacken führen (bekanntlich ist Lachen ja gesund, u.a. auch so fördern wir Hunde mal wieder eure Gesundheit). 2) Es gibt meist nach jeder Übung leckeren Schmackofatz. *leftzenleckfreuwedel*

Und damit gestaltet sich auch ein Gassigang in gewohnten Revieren immer wieder abwechslungsreich. Vor allem: Das gemeinsame Erlebnis schweißt zusammen, stärkt also die Bindung. Ganz besonders, wenn es lustig ist – für uns Hunde, wie für euch felllose Primaten. *treuschau* Also, wenn ihr das nächste mal einen Baumstumpf oder gefällten Baumstamm seht, dann springt doch mal gemeinsam drüber oder balanciert darüber (natürlich immer der Größe, dem Alter und dem Gesundheitszustand angemessen!!!); oder lauft gemeinsam einen steilen Hügel hinauf... Viele Übungen lassen sich auch im Alltag einbauen und bringen so Abwechslung und gemeinsam verbrachte Zeit. Und wenn es mal schief läuft, ist gar nicht schlimm, oft sind das die lustigsten Situationen. Es gilt bei uns Hunden quasi auch euer alter olympischer Gedanke (von dem ja heutzutage nicht mehr viel übrig ist): "Dabei sein ist alles!" Apropos Olympia, ein schlauer 2-Beiner aus dem alten Griechenland, Aristoteles, schrieb mal: "Das Leben besteht in der Bewegung." Er muss es ja wissen, der olle Aristoteles, schließlich hat er sich auch mit Hunden beschäftigt (bspw. in seiner Historia animalium).


PS: Dies ist der ergänzende Beitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (03/2018) "Hundefitness - Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper - das gilt auch für Hunde"


Dienstag, 30. Januar 2018

*[Produkttest] Rudel-Hundeurlaub auf dem Planet Wald im System der Mecklenburgischen Seenplatte

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Der Waldraum, unendliche Weiten, wir suchen den Planet Wald im System Mirow in Quadranten Mecklenburg-Vorpommern. Sternzeit: Indian Summer. Unsere Mission: Erkunden des Quadranten für Hundeurlaub. Aber nicht irgendein Hundeurlaub. Nein, es war diesmal eher ein Hardcore-Hundeurlaub. Denn als uns der Ferienpark *All Season Parks Mirow dazu einlud, da dachten wir uns: Wieder so ein normaler Hundeurlaub, wo der Doggen-Wookiee Rico und ich mehr oder weniger verwirrt durch die Landschaft streichen – das muss man doch noch toppen können. Daher fragten wir, ob wir auch mit insgesamt 4 Hunden kommen könnten. Und schon mit der Frage begann unser Test: Denn wer 4 Hunde aufnimmt, für den sind Besucher mit weniger Hunden dann gar kein Problem mehr.

Der Doggen-Wookiee Rico auf dem "Planet Wald" im Quadranten Mecklenburgische Seenplatte

Und so kamen wir (also Kerstin Hennings, die Chefin vom SHZ Suchhundezentrum, und ihre 3 Hündinnen, sowie das Döggelchen Rico und meine Wenigkeit) nach langer Fahrt im Ferienpark an, die Begrüßung war sehr freundlich (und nein, wir wurden nicht bevorzugt behandelt, da man uns an der Rezeption für normale Gäste gehalten hat). Ausgerüstet mit Schlüssel und einer Wegbeschreibung ging es zu unserem schnuckeligen Häuschen. Kaum geparkt machten wir uns auf zu unserem 1. Gassigang. Praktisch, der Wald lag direkt am Ferienpark, nur ein paar Schritte von unserem Haus.

An der Rezeption ist man Hunde gewohnt, aber als Rico den Schlüssel verlangte, staunten sie dennoch nicht schlecht 😄

🐶 *Hühüpf* 😍
🐶 Nach der langen Fahrt tat das echt guuuuuut. *wedelfreu*

Ja, das hat man euch angemerkt. Du und Smilla wart ja nicht mehr zu bremsen - im wahrsten Sinne des Wortes. 😊

🐶 Ich bin Bat-Dog... Fang mich doch! 😂

🐶 Na hör mal, schließlich waren meine geliebte Smi und ich die ganze Fahrt durch Gitter getrennt, da hatten wir einiges nachzuholen und außerdem gab es viel Neues zu erschnüffeln...

Lauf der Verliebten... 😍

Schon gut, Kleiner! 😃 Das war ja kein Vorwurf, im Gegenteil: Denn eure Freude ist ja auch meine Freude. Jedenfalls ging es nach dem Gassigang wieder zurück zum Haus. Schließlich waren wir neugierig und wollten das auch erkunden. Hinzu kam, dass wir es ja für 4 Hunde noch ein wenig „herrichten“ mussten. Also erstmal den zusammengerollten Schafszaun aus dem Auto holen und den Garten damit absichern.

🐶 Hat ja nicht viel gebracht. *gäääähn*

Wohl wahr. 😊 Kaum war alles eingezäunt, haben wir euch Hunde in den Garten gelassen, damit wir es uns im Häuschen gemütlich und 4-Hunde-gerecht machen konnten, da sprang Smilla auch schon über den Zaun und büchste aus.

🐶 Meine Smi ist halt neugierig und entdeckt gern die Welt... *wedelfreu*

Smilla geht's prima 😆

Stimmt. Und so waren wir erstmal damit beschäftigt sie wieder zu finden. Während es schon dunkel wurde, irrten wir so durch den Ferienpark. Rufen, Pfeiffen – brachte alles nichts. Nach einer Weile kam sie – sichtlich zufrieden – um die Ecke und schlenderte mit wackelnden Ohren den Weg entlang, als wäre es das Normalste von der (Hunde-)Welt.😄

Genug Platz für (fast) alle 😁
Endlich konnten wir uns dem Haus widmen: Alles sauber und genug Platz für alle, das fiel als Erstes auf. Eigentlich war das Haus für 6 Personen ausgelegt, denn es gab noch eine obere Etage mit Schlafzimmern. Die kleine Küche war voll ausgerüstet. UND: Im recht geräumigen Bad gab es eine Sauna! 👍

🐶 Die hatte es dir angetan! Warst ja fast jeden Abend da drin.

Das ist halt so ein Menschending, mein kleiner Doggen-Wookiee.😊

🐶 Klar, weil ihr Primaten kein Fell habt und so viel schwitzt... *frechwedel* Aber was den Platz angeht: Abends im Bett wurd's dann doch manchmal eng - gerade für dich... *frechwedel*

Genau! Das hat dir und deinen Mädels Spaß gemacht. Hab ich gemerkt - oder besser gesagt: auch gespürt... 😏



Am folgenden Tag mussten wir zuerst einkaufen und machten dann unseren ersten Ausflug in die Umgebung und die Mecklenburgische Seenplatte zu erkunden. Zuvor hatten wir uns natürlich erkundigt und man hatte uns den Märchensee (so nenne die Einheimischen den Peetschsee) empfohlen. Ausgerüstet mit einer Karte fuhren wir los – und da begann schon unser kleines Abenteuer. Denn auf der Karte waren Straßen eingezeichnet, die ehr Feldwegen glichen und der Parkplatz, den wir suchten, entpuppte sich eher als eine Lichtung mit Schlaglöchern und Schlammpfützen von der Größe eines Elefantenbabys.

Allerdings war DAS nicht gemeint, als man uns sagte, dass es nicht einfach zu finden sei. Denn der Märchensee liegt mitten im Wald, einem ziemlich urtümlichen Wald. Selbst als wir keine 10 Meter vom Märchensee entfernt waren, konnte man ihn nicht sehen. Und so irrten wir mit guter Laune durch den Wald und genossen die Umgebung. So schön es auch war in der Natur, so langsam kamen dann doch Zweifel, ob wir die richtige Richtung eingeschlagen hatten. Doch dann, in etwa 4 bis 5 Metern Entfernung sahen wir das Wasser duchs Gestrüpp glitzern – da war er: der Märchensee!

Nur wenige Meter vom Ufer des Märchensees...
An seinen Ufern offenbarte sich dann erst sein ganzer Umfang. Ein wunderschöner, fast schon märchenhafter Blick auf eine relativ unberührte Natur. Eine pure Einladung zum Entspannen - für Mensch und Hund.

Rico im Schilf des Märchensees

🐶 Voll wuffig hier!

Am kommenden Tag machten wir einen Ausflug zum Nebelsee. Nicht zuletzt wegen der Hoffung dort Kraniche zu sehen. Leider waren wir nicht zur richtigen Uhrzeit dort und sahen daher keine (sie sind meist am sehr frühen Vormittag und am Abend dort). Auch hier besticht die Landschaft wieder durch ihre Urtümlichkeit. Okay, mag nicht jeder Manns Geschmack sein, aber wir stehen drauf. Und so entdeckten wir die ein oder andere Kuriosität und interessante Fotomotive. Nur die Hundemodels spielten nicht immer so mit...

🐶 Das hat dich aber nicht sonderlich gestört, so wie du gelacht hast... *ohrennachvorn*

Rico und Djury

Nicht nur den Dingen auf den Grund gehen, nein, bis an die Wurzelspitzen... 😉

Der Molosser unter den Pilzen 😂

Ihr ward aber auch manchmal zu komisch. Und weißt du, Kleiner, manchmal ist es viel witziger, wenn etwas nicht klappt.

🐶 Aha. *amohrkratz* Das klingt aber nicht sehr logisch.

Stimmt, logisch ist es nicht, aber so ist das eben mit Humor – zumindest bei uns 2-Beinern.😃

🐶 Stimmt, ihr felllosen Primaten seid zuweilen recht unlogisch und komisch. *frechwedel* So wie bei unserem nächsten Ausflug, wo du dich dann fast verlaufen hast. *frechwedel*

Du meinst, als wir das Arboretum besucht haben?

🐶 BEsucht? Du meinst wohl eher GEsucht... *frechwedel*

Musst du immer auf meinen schlechten Orientierungssinn rummreiten? Das wissen die Leser doch längst...

🐶 Ach komm, Alter, ich zieh dich doch nur auf. Außerdem konnten wir ja gar nicht verloren gehen – dank Kerstin und Djury.

War ja klar, dass du das jetzt auch verrätst...

🐶 Was denn? Dass Kerstin, die lieber auf dem Weg gehen wollte, dann zur Sicherheit Djury auf unsere Spur gesetzt hat? Also ist doch beruhigend zu wissen, dass wir beide im Wald so nicht verloren gehen konnten. *frechwedel*

Schon gut. Und wenn ich mich erinnere, fandest du es gar nicht mal schlecht mal wieder Querfeldein zu laufen, abseits der Wege...

🐶 Jawohlwoaff, das war wuffastisch und mega-schnüffelspannend! *wedelfreu*


Zurück haben wir ja dann ja auch alleine gefunden und sogar auch Kerstin mit Tessie, Djury und Smilla wieder getroffen. Dank Kompass und GPS (sofern Empfang vorhanden).

🐶 Naja, und sicher auch ner Portion Glück. *frechwedel*

Meinetwegen auch das. Aber erinnerst du dich noch an unseren Ausflug zur Liebesinsel im Mirower See? Da waren wir mit euch auch, schließlich wollten wir euch auch mal ein wenig „Kultur“ außerhalb von Wäldern und Seen gönnen.

🐶 Auweia, jetzt kommt das...

Na, wirst du schon ein wenig rot?

🐶 Quatsch keinen Blödsinn, Alter, ich hab Fell und kann nicht rot werden! *brummm*

War schon niedlich, ihr 2 Verliebten, du und Smi. Und wie du auf cool gemacht hast...

🐶 Was heißt hier, „auf cool gemacht“? *schnauff* Ich WAR cool! *jawohlzüngel*

Smilla und Rico auf der Liebesinsel 💘

Klaaar. 😉 Rüdencool. 😄 War jedenfalls ein schönes Ausflugsziel mit malerischer Kulisse; mal was anderes, als die urtümlichen Wälder. Und was mir aufgefallen ist: Alle Leute reagieren ausgesprochen positiv auf Hunde, selbst wenn man mit einem kleinen Rudel ankommt wie wir. Auch das für das dortige Kaffee war es kein Problem: Gemütlich saßen wir dort auf der Terrasse mit unseren 4 Fellfreunden, die sogleich eine Schale Wasser erhielten.

Es hätte noch viel zu Entdecken gegeben, doch leider war die Zeit zu knapp um sich alles anzusehen.

🐶 Yo, hätte auch noch gern da ein wenig rumgeschnüffelt. Aber vielleicht haben wir ja irgendwann nochmal die Gelegenheit die Gegend zu erkunden. *ohrennachvorn* Ich hab gehört, dass es im Frühling dort auch sehr schön ist...

Der Planet Wald hat es dir echt angetan, Kleiner.

🐶 Klar! Und mit dir, Partner, ist es gleich doppelt wuffig-schön. *anlehn*





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Mittwoch, 17. Januar 2018

*[Produkttest] Öl, Pulver, Kapseln - wir haben ein "Winter-Package" von AniForte ausprobiert

*Gesponsert 

🐶  Skin Wonder Öl, AgilityVET Kapseln und Immun-Aktiv Pulver - mit der Kur komm ich durch den Winter. *jawohlwoaff*

Bis auf die Knochen - die kalt-nassen Temperaturen spürt man deutlich: Die Muskulatur ist steifer, der Körper arbeitet gegen die Kälte an, versucht sich aufzuwärmen, die Gelenke sind nicht ganz so geschmeidig...und ständig droht eine Erkältung. Das kennen viele Menschen, aber auch unsere Hunde können darunter leiden (je nach Rasse und Fell) unter dem winterlichen Wetter. Umso erfreuter war ich, dass ich quasi ein „Winter-Package“ von *AniForte ausprobieren durfte: das Skin Wonder Öl, das Immun-Aktiv Pulver und die AgilityVET Kapseln. (Vor einiger Zeit haben wir ja bereits mal das Büffelfleisch und Collagen von AniForte getestet.)

Skin Wonder Öl, AgilityVET Kapseln, Immun-Aktiv Pulver (v.l.n.r.)

Fangen wir mit dem Öl mal an: Die Haut ist ja die Grenze zur Umwelt. Einer im Winter recht harten Umwelt: Regen, Schnee, kalter Wind etc. Umso wichtiger ist es sie zu stärken. Das will das Skin Wonder Öl von AniForte erreichen, indem es die Haut von Innen heraus unterstützt: „Die eingesetzten Öle unterstützen das Gleichgewicht der Haut mit einem ausgewogenen Vitamin-E und Omega-3 und -6-Fettsäuren-Komplex.“ Bei den Ölen handelt es sich um: Lachsöl, Borretschöl, Nachtkerzenöl, Hanföl, Schwarzkümmelöl.

Das Fell war während des Zeitraums immer glänzend (eines von mehreren Indizien für gesunde Haut; die „Nachfettung“ funktionierte also). Außerdem fiel mir auf: Sowohl Rico, als auch seine Mädels Tessie, Djury und Smilla, verputzten ihr Fressen genüsslicher und schneller, wenn das Öl darin war. Das Ausschlecken des Messbechers genossen alle mit beinahe schon meditativem Blick.

🐶 Das war aber auch schmackofatz lecker. *leftzenleck*

Ja, das hat man ganz besonders dir angesehen: Du hast selten so schnell geschlungen.

🐶 Ach, was weißt du fellloser Primat denn schon!? Bei uns Hunden heißt das: es schmeckt mir! *leftzenleck*



Schon gut, Kleiner, ich weiß. Aber nun zu dem anderen Nahrungsergänzungsmittel, das wir ausprobiert haben. Einen vollständigen Labortest zum Immun-Aktiv Pulver kann ich euch selbstverständlich nicht liefern. 😉 ABER: In diesem Winter hatte Rico nicht die geringsten gesundheitlichen Anzeichen, wie mal einen Schnupfen oder Husten. Ganz im Gegenteil, seine Fitness schien sogar genauso gut oder sogar besser wie im Frühjahr. Er nahm an Muskelmasse diesen Winter 2017/2018 sogar zu (was sicher auch an den ausgedehnten täglichen Waldspaziergängen und Toben mit Hunden zurückzuführen ist).

Gemeinsames Toben mit Smilla 💕

Das grüne Pulver besteht aus einem Naturprodukt-Mix, das das Imunsystem unterstützen soll: Gerstengras, Hagebutte, Bierhefe, Sonnenhutwurzel, Spirulina, Mariendistel, Propolis.

Außerdem sorgte das grüne Pulver irgendwann für einen morgendlichen und abendlichen (halt immer wenn es Futter gab) für einen Running-Gag: „Werd mir nicht zum Hulk-Hund!“ oder „Hier kommt dein Hulk-Futter...“ oder wenn er allzusehr vor Vorfreude rumhüpfte: „Mach mir nicht jetzt schon den Hulk!“ oder nach dem Futter „Na schon leicht grün um die Nase? Wirst gleich zum Hulk!?“



Besnders auffällig bei den AgilityVET Kapseln war, dass Rico sie einfach so fraß. Ja wirklich, ganz ohne Leckerchen oder Leberwurst-Geschmiere drum herum. Auch musste ich sie nicht unters Futter mischen. Im Gegenteil! Ich konnte sie ihm so geben, als seien es Leckerchen.

Enthalten in den Kapseln ist: Reines Collagen vom Kabeljau, Fisch, Grünlippmuschelextrakt, Teufelskralle, Boswellia serrata (Weihrauch), Süßholzwurzel, Omega-3-Extrakt. Alles Stoffe, die den Gelenk- und Bewegungsapparat unterstützen und die das Döggelchen Rico eh von Zeit zu Zeit immer wieder bekommt. Doch alles so in einem Kombi-Präpparat ist natürlich praktischer, vor allem wenn man unterwegs ist.



Rennen im Schnee
Alles in Allem war ich sehr zufrieden mit den Produkten und konnte damit bei Rico quasi prophylaktisch eine Winter-Kur durchführen. Schließlich sind gerade bei großen Hunden ja die Gelenke eines der Schwachpunkte. Und wir sind ja auch viel unterwegs zu den verschiedensten Locations, da läuft Rico auf den verschiedensten Untergründen und rennt auch durch rutschigen Schnee und glitschigen Matsch.

Und raus aus dem Schilf...

🐶 Yo, schon gut, quatsch die Leute nicht so voll! Viel interessanter ist doch, dass es auch lecker war.

War ja klar: Du denkst mal wieder hauptsächlich ans Essen.😄

🐶 Klar, schon vergessen? Essen bedeutet Freude! *schwanzwedelhüpf*


 *Gesponsert

Freitag, 5. Januar 2018

Freundschaft bemisst sich nicht nach Punkten!

🐶 Puuuuh, hier riechts aber streng! Überall Hundepisse. Und meine feine Nase erkennt im Urin ganz klar: die Hunde hatten Angst – oder mindestens Unbehagen. *schnauff* Von überall höre ich lautes Gekläffe und das wenigste darunter klingt freudig – eher hysterisch. *schüttel* Ganz klar, viele der Fellfreunde sind nicht gerade gern hier – um es mal mit menschlicher Untertreibung auszudrücken. Hier, das ist der Ring bei Hundeausstellungen.

Wie bereits mein menschliches Cerebral-Interface in unserer aktuellen Kolumne im Hundemagazin WUFF berichtet: So mancher Halter zerrt seinen Hund dahin. Dass der so absolut nicht will, findet keine Rücksicht. Im Gegenteil, einige sind dadurch offensichtlich nur gefrustet und lassen diesen Frust auch noch an ihrem Hund aus. Mit Wut. Die Rute ist eingeklemmt – egal, denn Frauchen oder Herrchen will unbedingt in den Ring. *brummm*

🐶 Ihr felllosen Primaten seid schon seltsam, euren falschen Ehrgeiz werd ich Hund wohl nie verstehen...

Wahrscheinlich sind sie scharf drauf, Komplimente für ihren Hund zu bekommen. Bei nicht wenigen glaube ich, dass es überhaupt die einzigen Komplimente in ihrem Leben sind, die sie hören – vielleicht haben sie auch noch nie ein Kompliment über sich selber gehört. Wundern würde es mich jedenfalls nicht.

Diesen falschen Ehrgeiz kann ich als Hund nun wirklich nicht nachempfinden. ABER: Dafür empfinde ich auch starkes Unbehagen in so einer Umgebung. Eben wegen der deutlichen Sprache der Gerüche und Geräusche. Außerdem spüre ich auch die (Ehrgeiz-)Anspannung dort – auch die der Menschen. Denn wir Hunde können eure Stimmung sogar riechen! *jawohlwoaff*

Okay, zugegeben, ein bisschen ist auch mein Oller schuld. Denn über die Stimmungsübertragung spüre ich sein Unbehagen, wenn er beobachtet, wie dort teilweise mit den Hunden umgegangen wird. Er versuchte sich zwar mit diversen Atemtechniken zu beruhigen, auch um mich nihct zu verunsichern, aber das gelang ihm nur teilweise - so sehr regte ihn diese Unfairness gegenüber den Hunden auf. Wir erlebten doch tatsächlich, dass manche Halter ihre Hunde dafür bestraften, weil sie nicht die gewünschte Punktzahl erhielten. Schon seltsam, dass einige Menschen ihre Liebe zu ihrem Fellpartner nach Punkten bemessen. *grrrrr* Aber vielleicht sollten wir Hunde das mal umgekehrt mit unseren Haltern machen... So mancher käme dann schlecht weg. Aber das liegt nicht in unserer Natur. Im Gegenteil, häufig lieben wir unsere Menschenpartner sogar dann, wenn sie uns Böses tun.

Wie sagte noch Pablo Picasso so zutreffend: „Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben. Sie gehen nicht fort, wenn es schwierig wird, und auch, wenn der erste Rausch verflogen ist, sehen sie uns noch immer mit genau diesem Ausdruck in den Augen an. Das tun sie bis zu ihrem letzten Atemzug. Vielleicht, weil sie uns von Anfang an als das sehen, was wir wirklich sind: fehlerhafte, unvollkommene Menschen. Menschen, die sie sich dennoch genau so ausgesucht haben. Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte. Er tut es einfach. Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.“

FREUNDSCHAFT - die bemisst sich nicht nach Punkten!
Foto: Lutz Borger

Vielleicht denkt ihr beim nächsten Mal wenn ihr bei so einer Ausstellung mitmacht: Freundschaft bemisst sich nicht nach Punkten! Und wenn ihr es locker seht und eher den Spaß und das gemeinsame Erlebnis im Auge habt, dann werden wahrscheinlich auch eure Hunde gelassener oder gar mit Freude teilnehmen.


PS: Dies ist der ergänzende Beitrag zu unserer Kolumne in WUFF - Das Hundemagazin (02/2018) "Am Rande von Hundeausstellungen zeigt sich der falsche Ehrgeiz so mancher Halter"